Die Ehe für alle kommt

Veröffentlicht am 27.06.2017 in Wahlkreis
 

Martin Gerster (SPD) wird für die Ehe für alle stimmen.

Der Bundestag stimmt über die Öffnung der Ehe für alle ab. Die Chancen stehen gut, dass die Gesetzeslage in dieser Frage bald endlich mit dem gesellschaftlichen Alltag gleichzieht: Die Koalitionsdisziplin ist aufgehoben. Wie werden Biberachs Bundestagsabgeordneten abstimmen?

Martin Gerster (SPD) hat bereits via Facebook erklärt, er werde den Vorschlag des Bundesrats unterstützen. Und sein konservativer Kollege Josef Rief?

2013 erklärte er, man müsse „Gleiches gleich behandeln und Ungleiches ungleich behandeln“.

Noch „besser“ wurde es im Februar letzten Jahres: Auf seine Einladung hin fand ein Austausch mit Manfred Spieker und Konsorten statt. Spieker bezeichnet Homosexualität schon mal als „lebensfeindlich.“

Und im Oktober lud der CDU-Gemeindeverband Ingoldingen/Winterstetten die umstrittene Publizistin Gabriele Kuby zum Thema „Genderwahn – Angriff auf unsere menschliche Identität” ein. Kuby unterstützt unter anderem sog. „Konversionstherapien”. Ziel solcher „Therapien” ist es, homosexuelle Neigungen abzustellen und die Menschen zu heterosexuellem Verhalten zu bringen. In der wissenschaftlichen Psychologie und Psychiatrie werden solche Praktiken abgelehnt. Sie stünden im Widerspruch zu etablierten Auffassungen von Homosexualität.

In dieser Gesellschaft befindet sich also unser Abgeordneter Rief.

Und doch, Herr Rief, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass Sie, wenn Sie die Abstimmung allein vor ihrem Gewissen zu verantworten haben, vielleicht doch noch zur Vernunft kommen.

Vielleicht merken Sie ja bis dahin, dass Liebe nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Dass Liebe immer etwas Individuelles ist. Und dass es daher verdammt anmaßend von Ihnen ist, von „Gleichem“ und „Ungleichem“ zu reden, wenn Sie Menschen überhaupt nicht kennen. Und vielleicht erkennen Sie auch, dass es Spieker, Kuby und Co. nicht um die Verteidigung der Ehe geht (wird denn bitteschön auch nur eine heterosexuelle Ehe weniger geschlossen, wenn Homosexuelle die gleichen Rechte haben?), sondern schlicht und einfach um Borniertheit.

Und Sie stimmen mir mit Sicherheit zu, dass es im Neuen Testament nicht um Borniertheit geht oder um anmaßende Urteile, sondern um Liebe. Deshalb bitte ich Sie, verinnerlichen Sie sich bis zur Abstimmung Kapitel 4, Vers 19 des 1. Johannesbriefs:

„Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.“

 
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